Die Umgebung von Bozen: Was sollte man sehen?

Nicht nur die Stadt, auch die Umgebung von Bozen hält zahlreiche Sehenswürdigkeiten bereit. Wir sagen Ihnen, was Sie unbedingt sehen sollten.

Wer seinen Urlaub mit Highlights füllen möchte, muss von Bozen aus nicht allzu weit fahren. Schon die Umgebung von Bozen bietet zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die zu Fuß, in wenigen Minuten Fahrt mit dem Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln (dank der Bozen Card sind sie kostenlos) problemlos erreichbar sind. Das liegt nicht zuletzt daran, dass die Stadt in einem Talkessel liegt, demnach von Hügeln, Wäldern und Bergen umgeben ist. Weil die Auswahl allerdings riesig ist, haben wir eine Vorauswahl für Sie getroffen, eine Hitliste der Orte also, die man gesehen haben sollte, wenn man seinen Urlaub in Bozen verbracht hat.

Guntschna- und Oswaldpromenade

Bequem zu Fuß zu erreichen sind die Guntschna- und die Oswaldpromenade, die ursprünglich als sonnenverwöhnte, nahezu eben dahinlaufende Spazierwege für die Bozner Haute volee angelegt worden sind. Von den Promenaden aus genießt man herrliche Blicke auf die Stadt, auf die umliegende Reblandschaft, auf Ansitze und Schlösser. Und auch für Botaniker und Naturliebhaber sind die Wege interessant. Schließlich mischt sich hier die alpine Flora mit einer aufgrund der sonnigen, trockenen Lage ausgesprochen mediterran anmutenden. So sind die Promenaden, wenn man so will, auch Sinnbild Bozens als Brücke zwischen Nord und Süd.

Rittner Hochplateau

Als eine der schönsten Landschaften Südtirols gilt der Ritten, der sich unmittelbar nördlich von Bozen erhebt. Sein Hochplateau erreicht man vom Hotel aus bequem mit dem Auto, man kann allerdings auch zu Fuß hier starten. Weniger Sportliche erreichen in nicht einmal fünf Minuten die Talstation der Rittner Seilbahn, während die Wanderbegeisterten die rund 900 Höhenmeter auch schon einmal per pedes überwinden. Egal aber, wie man hinkommt: Auf dem Ritten warten malerische Dörfer, ausgedehnte Wälder und Kilometer um Kilometer an Spazier- und Wanderwegen. Historisch Interessierte sollten auch eine Fahrt mit der Schmalspurbahn ins Auge fassen, die von Oberbozen nach Klobenstein führt. Vor allem für Kinder ein Erlebnis ist der Besuch des Kaserhofs und seiner Lama- und Alpacazucht. Und ein Abstecher zu den filigranen Säulen der Rittner Erdpyramiden lohnt sich auch.

Auf das Rittner Horn

Das Rittner Horn ist so etwas wie der Ausguck auf dem Ritten. Wanderer können den Sturm auf das Horn direkt vom Hotel Stiegl aus in Angriff nehmen. Zunächst geht’s allerdings mit der Seilbahn nach Oberbozen, wo direkt an der Bergstation der Weg aufs Rittner Horn (Nr. 6 und 1) startet. Oben angelangt, genießt man von einer der beiden Hütten einen der wohl spektakulärsten Ausblicke Südtirols (und nicht nur), ein 360-Grad-Panorama, das von den Bergen des Alpenhauptkamms im Norden über die Dolomiten im Osten und die Brentagruppe im Süden bis hin zu Ortler und Königsspitze im Westen reicht. Übrigens: Zweimal im Jahr verwandeln sich die Wanderwege in eine Rennstrecke, und zwar im Zuge der Hornattacke und des Skyrace.

Jenesien und der Salten

Der Tschöggelberg ist der Bergrücken, der das Etschtal zwischen Bozen und Meran nach Norden hin abgrenzt. Sein südlicher Teil ist der Salten, auf dem sich die ausgedehntesten Lärchenwiesen Europas ausbreiten. Von Bozen aus erreicht man sie am besten über Jenesien und erschließt sie dann zu Fuß, auf dem Mountainbike oder – ganz standesgemäß – auf dem Rücken eines Haflingerpferdes. Der Salten bietet nicht nur phantastische Ausblicke über das Etschtal und die Dolomiten, sondern auch ein einzigartiges Farbspiel, dessen Palette sich von Schneeweiß im Winter über Tiefgrün im Frühjahr und Sommer bis hin zu Gelb und Gold im Herbst spannt. Allen, denen die Wanderung auf dem Salten nicht reicht, empfehlen wir einen Abstecher zu den Stoanernen Mandlen, einen Gipfel, den – wie der Name schon sagt – unzählige Steinmännchen aus allen Epochen zieren.

Kohlern und seine Wanderwege

Ein bisschen Höhenluft schnuppern kann man nicht nur auf dem Ritten oder Salten, sondern auch auf dem Kohlerer Hügel. Dieser wurde – nicht zufällig – mit der ersten Seilbahn in ganz Europa erschlossen und ist auch heute noch bequem per Bahn erreichbar. Hier, auf rund 1000 Metern Meereshöhe erstrecken sich nahezu endlose Wälder, die sich erwandern oder per Mountainbike erkunden lassen. Und wer große Distanzen nicht scheut, kann von Kohlern aus zu Fuß bis nach Maria Weißenstein wandern, dem wichtigsten Wallfahrtsort Südtirols.